Familienurlaub auf den Kanaren: Gran Canaria oder Teneriffa mit Kindern?
Teneriffa oder Gran Canaria?
Teneriffa
Die größte und bevölkerungsreichste der Kanarischen Inseln ist Teneriffa. Das Erste, was einem hier in den Sinn kommt, sind Vulkane, schwarzer Sand und malerische Ausblicke. Der Teide, der sich hier im Vulkanmassiv befindet, ist sogar der höchste Berg Spaniens! Die Temperaturen im Flachland sind das ganze Jahr über sommerlich warm und es gibt im Schnitt nur 35 Regentage pro Jahr.
Die Anreise gestaltet sich für Familien schon einmal nicht so schwierig. Teneriffa hat zwei eigene Flughäfen - da sind keine langen Schiffsfahrten notwendig. Gerade, wenn die Kinder noch kleiner sind und bei langen Reisen zum Quengeln neigen, ist der Reiseweg per Flugzeug verhältnismäßig kurz. Ein Direktflug von Frankfurt am Main aus dauert zum Beispiel knapp unter fünf Stunden.
Auf der Insel angekommen, gibt es sehr viel zu erleben. An der Südwestküste sind die schönsten und weitläufigsten Badestrände, die durch Molen vor der rauen Atlantikströmung geschützt sind. Hier können Sie mit den Kindern nach Herzenslust in den Wellen planschen oder Wassersportaktivitäten ausprobieren.
Wenn Sie schon auf Teneriffa sind, empfiehlt es sich jedoch auf keinen Fall, den ganzen Urlaub nur am Wasser zu verbringen. Die Insel ist berühmt für ihre tollen Wanderrouten und die unglaubliche Landschaft. Tolle Ausflugsziele mit Kindern sind zum Beispiel die Lorbeer-Urwälder und die Höhlenwohnungen im Anaga-Gebirge. Im Teno-Gebirge sind urige Bergdörfer und bizarre Felsschluchten zu finden. Am Puerto de Santiago gibt es bizarre Strände mit schwarzem Vulkansand und natürlich die berühmten Klippen von Los Gigantes.
Von kleineren Kindern kann man verständlicherweise nicht verlangen, stundenlang zu wandern und viele Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Einige Routen und Sehenswürdigkeiten lassen sich auch bequem in eigens auf Sightseeing ausgelegten Bussen erkunden.
Doch wer sich mit seinen Kindern gerne auf eine Wandertour einlassen möchten, kann diese mit Hilfe von Steffi und Lothar planen und durchführen. Die beiden erfahrenen Wanderführer, die seit vielen Jahren auf Teneriffa leben, konzipieren individuelle Routen angepasst an die Bedürfnisse für jedes Niveau. So kann auch eine Wandertour rund um den höchsten Berg der Insel, den Teide, ein unvergessenes Erlebnis werden.
Gran Canaria
Gran Canaria ist die flächenmäßig drittgrößte Kanarische Insel und steht bei der Menge an Einwohnern an zweiter Stelle. Sie liegt gleich östlich neben Teneriffa und ist ebenfalls durch die Aktivität von Vulkanen entstanden. Gran Canaria wird auch als "Miniaturkontinent" beschrieben. Obwohl die Insel nur einen Durchmesser von 50 Kilometern hat, gibt es 14 verschiedene Klimazonen. Die Flora und Fauna sind unglaublich divers.
Es gibt einen Flughafen auf Gran Canaria, der relativ zentral gelegen ist. Von den meisten deutschen Großstädten aus dauert ein Flug ungefähr fünf Stunden. Auch hier sind also keine anstrengenden Schiffsfahrten nötig, um an- und abzureisen.
Erwähnenswert ist die Playa de Las Canteras. So heißt der 3,2 Kilometer lange Stadtstrand von Las Palmas de Gran Canaria. Er gilt - völlig zurecht - als einer der schönsten Strände Europas. Tatsächlich sind die meisten Strände auf Gran Canaria wunderschöne Sandstrände. Hier können Sie sich nach Herzenslust sonnen, etwas Familienzeit verbringen und natürlich baden. Vor allem zur Sommerzeit werden alle möglichen Wasseraktivitäten angeboten, durch die es sicher niemals langweilig wird. Da Gran Canaria als besonders familienfreundliche Insel gilt, sind auch die Strände stark von Familien besucht. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Ihre Kinder schnell gleichaltrige Spielkameraden finden.
Auf Gran Canaria gibt es so viel zu sehen, dass ein einzelner Urlaub dafür nicht ausreichen mag. Zu den schönsten Ausflugszielen mit Kindern gehört zum Beispiel der Palmitos Park, ein botanischer Garten mit Tierpark. Hier wachsen über 4 Meter hohe Kakteen und zahlreiche andere interessante Pflanzen. Die ganze Familie kann eine Vielzahl von Tieren bestaunen, unter anderem auch in Greifvogel-Shows und im Delfinarium.
Wer auf Gran Canaria ist, sollte die Insel gründlich erkunden. In einzigartigen Naturparks können Sie wandern und die herrliche Aussicht von den Bergen aus betrachten. Es gibt einige bekannte Höhlensysteme zu besichtigen. Im Barranco de Guayadeque in der Nähe von Agüimes ist sogar ein Höhlendorf.
Fazit
Welche Insel ist nun familienfreundlicher: Teneriffa oder Gran Canaria? Im Grunde genommen sind beide Inseln tolle Ziele für Familien, auf denen sich ein entspannter und aktiver Urlaub verbringen lässt. Teneriffa ist wegen der einzigartigen und wilden Landschaft eine Reise wert. Sie können abwechslungsreiche Ausflüge in die Natur unternehmen, viel wandern oder an Busreisen teilnehmen. Nicht nur im Sommer, sondern ganzjährig ist die Insel mit dem milden Klima wunderschön. Gran Canaria ist ebenfalls eine atemberaubende Naturkulisse und muss sich nicht verstecken. Es gibt hier mehr Sandstrände zum Baden und Entspannen. Eventuell ist Gran Canaria lohnenswerter, wenn die Kinder noch klein sind, da die Insel touristischer geprägt ist und viele Aktivitäten bewusst auf Familien ausgelegt sind.
Teneriffa ist perfekt geeignet zum Wandern und Staunen. Ab einem Alter von ca. acht Jahren können Kinder an leichten, mehrstündigen Wanderungen teilnehmen, ohne zu schnell zu erschöpfen. Diese Insel ist also geeignet für ältere Kinder, die hier sogar ein ganz neues Verständnis für die Wunder der Natur entwickeln können.
Teneriffa und Gran Canaria sind als benachbarte Inseln nur 80 Kilometer voneinander entfernt. Eine Überfahrt mit der Fähre dauert ungefähr 1,5 Stunden. Wenn Sie in Ihrem nächsten Familienurlaub also gerne beide Inseln erleben möchten, sind Tagesausflüge auf die jeweils andere Seite prima umsetzbar!
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